Hallo Gundula und Frank,
ich möchte euch zur dritten Ausgabe des GOLEM meine Hochachtung aussprechen.
Ich finde das Niveau der Artikel sehr hoch. Ihr seid dabei, mehr als nur ein Okkultismus-Blatt zu etablieren, sondern ein Freidenker-Magazin, das sich auch außerhalb der Magie-Szene sehen lassen kann.
An solchen Artikeln wie die von Hakim Bey oder Frank Amberland können sich populärere intellektuelle oder Künstler-Magazine eine Scheibe abschneiden.
Echt Klasse! Ihr macht mir wirklich Lust zum Schreiben.
Liebe Grüße und viel Kraft schickt euch
Frank Lerch
Hallo Ihr,
Nur ein Kommentar zu "Golem 3" - den Artikel von Röth über "Wicca" fand ich völlig überflüssig.
1.)"Schamanismus gibt es seit dem Beginn menschlichen Zusammenlebens" fand ich doch eine relativ harte Behauptung. War Röth dabei?
2.)"Es gibt seit Jahrhunderten keine europäischen Stammesgemeinschaften mehr und das Wissen konnte nur noch in einzelnen Familien im Verborgenen weitergetragen werden." Das halte ich ein wenig für eine Geheimbund-Theorie. Mit "Familien im Verborgenen" kann ich alles erklären, und das verlangt auch keine Quellen & Beweise. Und das mit den Stammesgemeinschaften - naja, da wäre ich einfach anderer Meinung (was heißt "seit Jahrhunderten" - wir sind im 21. Jahrhundert, also würden zwei schon langen, um eine Mehrzahl an Jahrhunderten zu erlauben - und langt das für die Ansicht des Autors?).
3.)"Für die indianischen Geheimgesellschaften sah das anders aus, seit den 50er Jahren waren sie interessiert an den westlichen Besuchern und begannen mit wenigen Auserwählten Einfluß zu nehmen auf Politik und Gesellschaft der westlichen Welt." Auch wieder eine nicht wiederlegbare Geheimtheorie. Jahrhundertelang waren die Indianer (oder spricht er nicht einen Satz vorher von Indios?) also besiegt & geknechtet, und in den 50er Jahren (wahrscheinlich mit den Atombomben und Roswell als Auslöser ...) kommen sie auf einmal und nehmen mit uns Kontakt auf. Nee, nicht wirklich, oder?
4.)"Einzige traditionell authentisch akzeptierte und in Linie stehende Tradition sind hier die Celtsun-Wicca, welche durch eine Übereinkunft zwischen Druiden, Wicca und indianischen Medizinfrauen Anfang der 80er Jahre ins Leben gerufen wurden."
Wie schön, daß der Autor selbst Celtsun ist - und sich damit nahtlos selbst in eine Tradition überhöht.
Also: mein Coven war Anfang der 80er nicht dabei, und von daher würde ich diese Ansicht vehement ablehnen. Und wer es so nötig hat, seine eigene Abstammung über den grünen Klee zu loben, der hat ein Minderwertigkeitsproblem, sonst nichts.
Passend dazu ist, daß er sich als "Wicca-Hohepriester" bezeichnet - was er gerne sein mag, Hut ab, aber er erfüllt die eigenen Vorgaben nicht. Sein erster Satz wird von mir unter 1.) zitiert, der Hohepriester leitet seinen Lebenslauf ein - und anstatt dann Informationen zu liefern, kommt nur Blödsinn. Ärgerliche Zeitverschwendung, sonst nix.
Hermann Ritter
Liebe GOLEM-Redaktion,
wollte Euch nur kurz schreiben, daß ich Eure Nr. 3 sehr interessant und gehaltvoll fand - besonders die Artikel von Hakim Bey und F. Amberland.
In "Einwurf zur Wildnis" kann ich die Wut des Autors oder der Autorin gut verstehen, wenngleich ich auch denke, daß zuviel Verbitterung auch nicht weiter hilft. Der Planet Erde hat längere Zeit ohne als mit dem Menschen existiert und ich denke, wenn wir es nicht packen, mit Mutter Gaia auszukommen, wird sie uns über kurz oder lang einfach ausradieren - basta!
Im Wicca-Artikel fand ich höchst komisch, daß jemand, der sich als "Wicca-Hohepriester" bezeichnet, von acht Sonnenfesten im Jahr redet. Ist Beltane vielleicht ein Sonnenfest, oder Samhain? Mehr Ego als Wissen, oder?
Macht weiter so,
Eure Sor. .414., die Zauberin