Sehen wir uns die Pfade im Lebensbaum an, die mit den drei Buchstaben von GLM, mlg zusammenhängen, erkennen wir einen ununterbrochenen Pfad von Hod, der 8. Sephira, über Geburah und Tiphareth hinauf zu Kether, der Krone (siehe Abb.). Es handelt sich um eine Transzendierung des Verstandes (Hod) durch die feurigen (und weiblichen) Qualitäten der 5. Sephira Geburah (Furcht, Strenge) hin zu Tiphareth, der Sephira des Höheren Selbstes (oder Heiligen Schutzengels), das den direkten Draht zum Höchsten bereit hält (Pfad Gimel zu Kether). Der am Anfang des Abschnitts erwähnte Belial (Zahlenwert 73) ist der Dämonenkönig von Hod!
Homunculi heißen bei Paracelsus vor allem die puppenähnlichen Figuren aus Wachs, Lehm oder Pech, die ganz im Sinne der heute mehr aus dem Voodoo bekannten Techniken beim Schadenszauber verwendet wurden. Auch sie sind mit Golems vergleichbar, d.h. rohe unbelebte Formen, die mit Hilfe magischer Methoden in ein energetisches Abbild desjenigen verwandelt werden, der aus der Ferne manipuliert werden soll. Zu einer eigenständigen Lebensform dieser Figuren kommt es dabei allerdings nicht. Doch bietet Paracelsus allen Ernstes auch ein Rezept oder eine Methode an, einen Homunculus als künstlichen Menschen aus der Retorte herzustellen: