Titel

Abb. 1 Ein Tempel, ein Ort heiligster Stille und Andacht, absoluter körperlicher und geistiger Zügellosigkeit, in dem sich die spirituelle Kraft eines jeden, der ihn bewohnt, manifestieren und multiplizieren kann, um sicher und fest in den Sphären der göttlichen Wahrnehmung wandeln zu können - wohl eines der größten Ziele im Leben eines jeden ‘Magiers’.
Auch für Aleister Crowley (1), der ganz der Tradition von Francois Rabelais folgte, der schon 400 Jahre vor Crowley die Vision einer ‘Abtei Thelema’ literarisch gestaltete. Crowley wollte in dieser Abtei das ‘Große Werk’ vollenden. Eine Gemeinde schaffen, die vorbildhaft für alle nachfolgenden sein sollte, ausgelegt nach den Vorgaben aus dem Liber AL, dem einen Gesetz: „Tu was Du willst“. Der bedeutsamste Schritt zur Errettung der Welt; sie aus den maroden Fesseln des Alten Äons zu sprengen und sie im Neuen Äon des Horus neu erblühen zu lassen. Sechzehn Jahre nach dessen Anbruch im Jahre 1904 war für Crowley die Zeit gekommen. Er war fest entschlossen, seine Abtei zu errichten.
Nach der Befragung des I Ging für den passenden Ort wußte er, wohin ihn sein Weg führen sollte. Am 1. März 1920 lieferte es ihm die Antwort: Cefalú, ein kleines Fischerdörfchen auf Sizilien. Hier sollte sein Collegium ad spiritum sanctum entstehen. Crowley war in einem Hochgefühl voller Tatendrang. Endlich konnte er seinen Tempel nach seinen Vorstellungen errichten; die Götter sollten ihn geleiten.
Abb. 2 Die Reise ging über Neapel, wo er mit seiner Konkubine Ninette Fraux einen Akt der Sexualmagie zum Zweck der schnellen und sicheren Ankunft zelebrierte. Nach der Ankunft auf Sizilien (in Palermo) waren es nur noch wenige Kilometer gen Westen bis zum Ziel.
Am 2. April war es dann soweit. Crowley bezog ein kleines Bauernhaus (2) an den Hügeln, wenige hundert Meter außerhalb von Cefalú. Mit ihm waren die Frau in Scharlach Alostrael (3), sowie Schwester Cypris (4) und die Kinder Hansi, Howard und Poupée (5). Crowley war begeistert von diesem herrlich gelegenen und idyllischen Dörfchen, das dazu auserkoren war, als Heimstätte der Heiligen Abtei von Thelema zu dienen.
„Wir befinden uns hoch oben auf der Landzunge und sehen im Westen Palermo, das Meer im Osten, im Norden den mächtigen Fels von Cephaloedium. Hinter uns im Süden wogen grüne Hügel mit Weiden und Bäumen.“
Doch wie sollte aus dem kleinen entlegenen Bauernhaus eine magische Abtei werden? Alsbald machte sich AC daran, die Wände mit Gemälden zu versehen, ganz im Stile von Paul Gauguin, den er sehr verehrte. Durch die ständige optische Gegenwart von sexuellen Reizthemen sollte dem sexuellen Verlangen mit vollkommener Gleichgültigkeit entgegengetreten werden, um alle Energie auf das Große Werk zu richten.
Abb. 3Das Leben in der Abtei war geprägt von strengen Reglementierungen, einem genau durchgeplanten Tagesablauf, der Gebete, Speisen sowie sexualmagische Rituale (von Crowley in der Tradition des O.T.O. zur Errichtung des Gesetzes Thelema praktiziert) beinhaltete.
Daneben vertrieb sich das Große Tier die Zeit mit Wanderungen, Baden im Meer, Klettern auf dem mächtigen Fels, nur wenige hundert Meter entfernt von der Abtei, Malen oder Schreiben. Innerhalb der 3 Jahre, die Crowley hier verbrachte, sah die Abtei zahlreiche Gäste. Mit der Zeit kamen immer mehr Thelemiten nach Cefalú, um in oder um die Abtei zu wohnen und bei der Errichtung des Gesetzes mitzuwirken. Viele der von ihnen verfaßten Tagebücher (die Regeln der Abtei verlangten dies) sind erhalten geblieben und geben ein (wenn auch sehr subjektives) Bild vom Leben in der Abtei und vom Eindruck, den Crowley bei seinen ‘Jüngern’ hervorrief. Während der Jahre in der Abtei hatte Crowley mit Krankheiten zu kämpfen, mußte sich mit seinen eifersüchtigen Konkubinen herumstreiten und den Tod seines Kindes verschmerzen (6).
Viele Besucher litten unter Wahnvorstellungen, hervorgerufen durch den extensiven Gebrauch von Äther, Haschisch oder Heroin während der Rituale. Finanziell hielt er sich durch Spenden von wohlgesonnenen Bekanntschaften oder vom Geld seiner Gäste über Wasser.

Doch die Vorkommnisse in der Abtei waren nicht unbemerkt geblieben. Unter den Bewohnern von Cefalú kursierten die wildesten Gerüchte; viele mieden es, sich der Abtei zu nähern. Der Tod von Raoul Loveday, einem Mathematikstudenten aus Oxford, der in der Abtei weilte, war den Behörden dann wohl doch zu viel. (7) Das Innenministerium beschloß, Crowley des Landes zu verweisen. Ende April 1923 wurde er von seiner Ausweisung informiert und verließ am 1. Mai Cefalú zusammen mit Alostrael, der Frau in Scharlach.
Das Unternehmen Heilige Abtei war gescheitert. Zwar verblieben die restlichen Bewohner noch in Cefalú; ohne ihren ‘Obermagier’ jedoch waren sie nicht mehr in der Lage, das Gesetz von Thelema zu manifestieren. Langsam ging die Ära der Heiligen Abtei zu Ende.
Diverse spätere Bewohner richteten sich häuslich ein, bis sich kein Interessent mehr für das veraltete Anwesen fand. So fristet die Abtei nun ein Schattendasein, unbeachtet und ungenutzt.

Abb. 4Betty May (8), Gast der Abtei kurz nach ihrer Errichtung, war keineswegs begeistert von dem was sie fand. Ein Bauernhaus ohne jegliche sanitäre Einrichtungen, weit außerhalb des kleinen Fischerdörfchens an einem Berghang gelegen. Ein prachtvoller Tempel wurde daraus nie. Berühmtheit erlangte das Haus allein durch die ‘unerhörten Vorgänge’, die sich hinter den Wänden abspielten. Dies verhalf der Abtei auch zu einem mehr oder weniger ‘konservierten’ Zustand, da die großen Touristenströme sie nur minimal tangierten. Kaum ein Besucher weiß um die enorme geisteshistorische Bedeutung jener verkommenen Hütte.

Etwa 80 Jahre, nachdem Sir Alastor de Kerval (9) Sizilien heimsuchte, um in Cefalú ordentlich aufzuräumen, machte ich mich auf den Weg, die Rudimente seines Traumes in Augenschein zu nehmen. Sizilien ist sicherlich einer der touristischen Höhepunkte Italiens, ausgestattet mit faszinierenden Landschaftszügen voller Diversität und Erhabenheit.
Abb. 5Folgt man der Küste im Norden der Insel ca. 60 km in Richtung Westen, so erscheint bald die imposante Felsmasse von Cephaloedium, an deren Fuß sich das Städtchen Cefalú schmiegt. Zahlreiche Bettenburgen bestimmen das Stadtbild, jedoch sind die verschlafene Altstadt und der imposante romanische Dom am Marktplatz eindrucksvolle Zeugen der Vergangenheit, und beim Streifzug durch selbige denkt man, die Zeit sah irgendwann keine Notwendigkeit mehr weiterzuzählen. Crowley selbst hätte jeden Moment in einer der Gassen auftauchen können.
Auch hier gibt es neuzeitliche Einrichtungen. Ein jeder Suchender findet Antworten, zum Beispiel in der Touristeninformation.
Doch die Informationen beschränkten sich auf eine nette Broschüre und eine vage Wegbeschreibung, garniert mit dem Hinweis, die Abtei sei ‘geschlossen’ (für Besucher nicht zugänglich). Abb. 6 Also führte ich meine Suche in gleißender Sonne weiter, nur wenig schlauer als vorher. Spontan vertraute ich der Aufgeschlossenheit der Sizilianer und beschloß, mich einfach ans Ziel durchzufragen. Hochinteressant dabei waren die unterschiedlichen Reaktionen der Einwohner. Trotz der enormen Kommunikationsschwierigkeiten genügte das Schlagwort ‘Crowley’, und meist wußte mein Gegenüber, wonach ich suchte. Die Abtei hat als ‘Casa di Crowley’ in den Sprachgebrauch Einzug gefunden. Bemerkenswert bei meinen Gesprächen war, daß viele der älteren von mir Befragten entweder vorgaben, mich nicht zu verstehen, oder mich sehr gut verstanden, jedoch meiner Frage auswichen und mit italienischen Schmähungen auf der Zunge davonzogen. Jüngere hingegen gaben mir bereitwillig Auskunft und sagten, sie hätten durch ihre Eltern / Großeltern viel über Crowley erzählt bekommen. Leider mußte ich der fortgeschrittenen Stunde Tribut zollen und konnte keine eingehenderen Gespräche halten, da die Sonne schon enorm tief über dem Meer stand, und ich immer noch nicht wußte, wann meine Suche von Erfolg gekrönt werden sollte, denn genaue Auskunft konnte mir keiner geben.
Nach Süden hin erhebt sich eine Hügelkette mit einigen verlassenen oder immer noch genutzten Wohnsitzen. Nach Erkundung mehrerer leerer Objekte stieß ich schließlich auf ein bewohntes Haus, dessen aufgeschlossener Besitzer mir sehr freundlich gegenübertrat und mich schließlich in eine kleine Wohnanlage chauffierte. Ich war am Ziel!

Versteckt hinter einigem Bauschutt windet sich ein ausgetretener Pfad in mediterranes Dickicht. Die weißgetünchten Wände sieht man nur schwach durch das Laub schimmern. Wenige Schritte entlang des Weges, und man steht vor der Heiligen Abtei von Thelema. Plötzlich ist man umgeben von einer bezaubernden Stille. Oasengleich umschließt ein dichter Wuchs aus Palmen und Büschen den kleinen Vorplatz. Ohne Zweifel liegt über diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
Alles, was geschrieben wurde; Legenden, Mythen, Geheimnisse - diese Bäume, diese Wände waren Zeugen des Lebens in der Abtei von Thelema, waren Zeugen der ausschweifenden Rituale, der Drogenexzesse, der Eifersuchtsdramen, der menschlichen Tragödien, aber auch der familiären Freude und Ausgelassenheit, die sich in und um die Abtei zutrugen.

Abb. 7 Nüchtern betrachtet sieht es hier nicht ganz so romantisch verklärt aus. Das Mauerwerk ist von Rissen durchzogen, der Vorplatz bedeckt mit Müll, Unrat und tierischen Ausscheidungen, zwischen den Bodenplatten wuchert das Gras, und die Türen und Fenster sind mit Brettern vernagelt. Der ursprüngliche Zugangsweg ist nur noch zu erahnen und führt geradewegs auf das Fußballstadion zu, das hinter der Abtei neu entstanden ist.
Jedoch bietet sich dem Betrachter schon von außen das eine oder andere Schmankerl; so zum Beispiel die Regenrinne an der nordwestlichen Hausecke, zu sehen auf dem bekannten Photo mit AC, Alostrael und den Kindern vor der Abtei. Der einzige Zugang zur Abtei ist ein Fenster, von dem die Bretter gelöst worden waren. Über der Öffnung sieht man eine geflügelte Sonnenscheibe, der Rahmen ist bemalt mit einer langgezogenen nackten Schwarzen, mit Goldreifen geschmückt, die sich über den gesamten Rahmen spannt.
Es ist ein ganz besonderer Moment, vor diesem Fenster zu stehen, während sich langsam Dämmerung über Cefalú legt. Bewaffnet mit einer Kerze begab ich mich nun in den ersten Raum, welcher der Spektakulärste bleiben sollte. Hiervon wird später noch berichtet.

Abb. 8 Das Interieur hielt, was die äußere Erscheinung versprach. Alte Möbel und zerstörte sanitäre Einrichtungen, vergilbte Tapeten, Schuttberge von herabgefallenen Dachschindeln finden sich überall im Innern. Doch dessen ungeachtet durchströmt den Besucher ein Gefühl der Erhabenheit, während er über die Steine wandelt, die 80 Jahre vorher Aleister Crowleys Körper getragen haben. Man wünscht sich, die Wände könnten erzählen von den wundersamen Vorgängen, die sich hier zutrugen. Crowley fand eine Möglichkeit, ihnen Leben einzuhauchen. Bereits kurz nach seiner Ankunft begann er, die Wände mit bunten Farben und magischen Motiven zu verzieren. Im Laufe der Jahre wurden diese hinter mehreren Schichten Tapete und Putz verborgen, und so vor der vollkommenen Zerstörung bewahrt. Eifrige Besucher jedoch machten sich irgendwann daran, die Tapeten zu entfernen, um die Wandverzierungen wieder ans Tageslicht zu bringen. (10) Und tatsächlich kann man heute noch eine Vielzahl unterschiedlichster Motive an den Wänden bewundern. Dabei sticht besonders der bereits angesprochene nordwestliche Raum hervor: an allen Wänden existieren Malereien aus Crowleys Hand. So findet man eingebettet in ein buntes Wirrwarr eine Art Grabstein, bemalt mit griechischen Buchstaben, Crowley als Das Große Tier ‘To Mega Therion’, sowie seinem Leitmotiv Thelema. Eine Vorahnung seines eigenen Todes? Das Gemälde seines Grabes auf der paradiesisch anmutenden Welt des neuen Äons? Oder stand es für Crowley nicht zur Debatte, seinen eigenen Tod zu diskutieren; er, das Große Tier, sollte ein Sterblicher sein? Nun ja, leider muß ein Großteil der Deutungen spekulativ bleiben, da im Laufe der Jahre die Farben verblaßt sind, der Putz sich gelöst hat oder Besucher einige ‘Souvenirs’ mit nach Hause nehmen wollten. Diesem Motiv gegenüber sieht man vier Gesichter unterschiedlicher Rasse, mit starrem Blick und wirrem Harr; darüber mit schwarzer Farbe auf rotem Grund die berühmte Stanze:
„Stab your demoniac Smile to my brain! Soak me in cognac, Cunt and cocaine.“
Auch hier kann man spekulieren: Entsprang der Ausspruch Crowleys Geist, oder handelt es sich nur um eine Abwandlung von Jack Parsons (11) Gedicht:

„I hight don Quixote,
I life on peyote, marijuana, morphine and cocaine,
I never know sadness,
but only a madness that burns at the heart and the brain.
I see each charwoman, ecstatic, inhuman,
angelic, demonic, divine.
Each wagon a dragon, each beer mug a flagon
that brims with ambrosial wine.“

Crowley jedenfalls reserviert den Spruch für sich, er fügte ihm seine ‘Trademark’ an, das phallische A.

Im Durchgang zum nächsten Raum glotzt ein riesiger roter Zyklop von der Wand herab, unter ihm ein Neger, der seinen erigierten Penis präsentiert. Im weiteren Verlauf kann man kaum noch Malereien erkennen. Jedoch schon bei der Betrachtung dieser wenigen Motive kann man sich ein Bild machen vom ursprünglichen Aussehen der Abtei. Man sieht regelrecht Aleister Crowley mit Pinsel und Palette vor den Wänden hocken, schweißnaß, und die Auswüchse seines Geistes an die Wände projizieren.
Die restlichen Räume weisen wie gesagt kaum noch direkt auf das Wirken Crowleys hin. An einer Stelle sind viele Splitter aus der Wand gehauen worden und ergeben ein nicht zu deutendes Motiv. Ob es das Werk Crowleys war, oder eifrige Nachahmer sich hier zuschaffen machten, ist unbekannt. Verrostete Bettgestelle und abgenutzte Möbel werden von den Sonnenstrahlen getroffen, die durch das verrottete Dach scheinen. Von den einstigen Zeichnungen auf dem Boden ist auch nichts mehr übrig.
Jedoch ist die Architektur noch gut nachzuvollziehen; das Zentrum der Abtei mit dem Thron des Tieres, davon ausgehend Räume in sternförmiger Anordnung zum Schlafen, Kochen oder Essen.
Zusammenfassend kann man sagen, daß die Abtei nichts anderes ist, als ein einfaches, halb verfallenes Bauernhaus mediterraner Bauart, das auf den ersten Blick eines von vielen in Cefalú sein könnte. Nur Besucher, die um die Geschichte des Hauses wissen, verlieren sich hier. Wenigstens die Malereien geben noch einen Hinweis auf das Wirken Crowleys in Cefalú.

Abb. 10 Abb. 11Die Abtei in einem solchen Zustand zu sehen, ist wahrscheinlich für viele unbegreiflich. Ganz offensichtlich haben die Stadtväter kein Interesse, die Abtei zu renovieren, sie in dieser oder jener Art wieder auferstehen zu lassen, sei es als Pilgerstätte für Thelemiten, oder als Touristeneinrichtung musealer Prägung, bestückt mit Reliquien aus Crowleys Besitz, die noch immer im Rathauskeller von Cefalú oder in Privathand aufbewahrt werden.
Scheut sich die Stadt aus religiösen Aspekten heraus, das Erbe aufzuarbeiten, oder fehlt es einfach an Interesse, und man denkt mit einem simplen Prospekt für Touristen wäre die Sache abgetan?

Jedem, der sich entschließt, während des Italienurlaubs einen Abstecher nach Sizilien zu machen, oder der gezielt nach Cefalú reist, um sich im Dunstkreis von Crowleys Philosophie zu bewegen, soll Cefalú unbedingt empfohlen sein. Jedoch fordere ich ausdrücklich auf, dieses kulturhistorische Gut mit Sorgfalt zu behandeln! Ich habe mit eigenen Augen gesehen, daß 80 Jahre nicht spurlos an so empfindlichen Schätzen vorübergehen. Große Teile der Malereien sind beschädigt, weil Besucher offenbar immer wieder Teile des Putzes gelöst haben, mit der Hoffnung, einen ‘Echten Crowley’ mit nach Hause nehmen zu können. Dadurch jedoch wird Jahr für Jahr weniger authentisches Material aus der Hand Crowleys zu sehen sein, bis irgendwann nur noch kahle Wände übrig sind. Perspektivisch gesehen hat die Abtei nur eine Zukunft, wenn ein bewußterer Umgang mit ihrer Geschichte in Gang kommt. Heute dient sie einheimischen Jugendlichen als Partykeller oder Mutprobe.
Man kann nur hoffen, daß es seitens der Stadtoberen eine Neuorientierung gibt, die das Ziel hat, die Abtei als Teil der Stadtgeschichte, aber auch als lebendigen Teil einer Philosophie anzuerkennen und für lange Zeit zu bewahren.

* * *

Abb. 12 Zur weiteren Beschäftigung mit diesem Thema seien folgende Werke empfohlen:
-The Confessions of Aleister Crowley (Crowley)
-The diary of a drug fiend (Crowley)
-The Book of the Law (Aiwaz)
-The Great Beast (J.Symonds)
Daneben existieren zahlreiche von Crowley verfaßte Gedichte und Erzählungen.
Über den künstlerischen Wert läßt sich allerdings diskutieren.

 

Anmerkungen:
(1) geboren 1875 in Leamington Spa - 1947 in Hastings gestorben[Zurück]
(2) Das Haus, das in den Aufzeichnungen Crowleys als „Villa“ bezeichnet wird, befand ich im Besitz des italienischen Barons la Calce und wurde von Crowley gemietet.[Zurück]
(3) Leah Hirsig, 1883 in der Schweiz geboren und in USA aufgewachsen. Eine der Scarlet Woman Crowleys und eine der treuesten Anhängerinnen Thelemas. Hansi war ihr Sohn, den sie von einem Edward Carter hatte. Sie starb 1951.[Zurück]
(4) Ninette Fraux, Kindermädchen und zweite Konkubine Crowleys [Zurück]
(5) Anne Leah, das Kind von Leah Hirsig und Crowley. [Zurück]
(6) Poupée starb am 14.10.1920 in Cefalú. Den 12.10. bezeichnete Crowley als „den traurigsten Geburtstag seines Lebens“. In die Chronik der Abtei schreibt er: „Über jene, deren Fleisch sie lieh und die nichts wußten in ihrer Sterblichkeit, kamen Trauer und Schmerz, die keine Worte auszudrücken vermögen, und Furcht. In Schweigen nahmen sie hin die Zeit und ihre Last des Leids.“[Zurück]
(7) Loveday starb vermutlich an Typhus, der durch eine Wasservergiftung hervorgerufen wurde. Crowley erkrankte zur selben Zeit, überlebte aber. Schon vorher waren die Bewohner Cefalús mit Ruhr heimgesucht worden. Alle Anschuldigungen, Lovedays Tod hätte etwas mit satanistischen Exzessen zu tun, waren also unbegründet. [Zurück]
(8) die Frau Raoul Lovedays[Zurück]
(9) der Phantasiename, den sich Crowley auf Cefalú gab und mit dem er auch den Mietvertrag unterschrieb. [Zurück]
(10) Darunter der in der Szene nicht ganz unbekannte Filmemacher Kenneth Anger, der zusammen mit dem Sexualforscher Robert Kin-sey Crowleys Wandgemälde freilegen und fotografieren ließ.[Zurück]
(11) zu Jack Parsons siehe die im Hadit Verlag angekündigte Biographie von John Carter „Raumfahrt, Sex und Rituale - die okkulte Welt des Jack Parsons“![Zurück]

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E-Mail: madachilles@foni.net

Internet:
Eine Fülle von Informationen und weitere Photos gibt es unter:
http://www.crowleyana.co.uk
sowie unter:
http://www.vladivostok.com/Speaking_In_Tongues/cefalu/cefalu.htm

Bilder in diesem Artikel:

Wappen von Cefalu - http://www.ngw.nl/int/ita/c/cefalu.htm
Abb. 1 - http://www.controverscial.com/Aleister%20Crowley.htm
Abb. 2 - http://www.emmeti.it/Welcome/Sicilia/ProvPalermo/Cefalu/index.it.html
Abb. 3 - http://www.crowleyana.co.uk
Abb. 4 - Foto vom Autor
Abb. 5 - http://www.farhorizon.com/europe/images/images-sicily/photos_of.htm
Abb. 6 - http://www.wired2theworld.com/palermophotos.htm
Abb. 7 - http://www.crowleyana.co.uk
Abb. 8-11 - Fotos vom Autor
Abb. 12 - Quelle unbekannt


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