Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors
Die Bilder von Tula von Irminsul sind Synopsen von Kraftprozessen, die auf Wegen dargestellt werden, welche das Unterbewußte des Betrachters stimulieren, diesen Prozeß in seiner oder ihrer eigenen Psyche in Gang zu setzen.
Und so kommen wir zu dem Untergrund, auf dem die Künstlerin ihr Werk aufbaut:
Für diese Einführung ist wichtig festzuhalten, daß Tula von Irminsul es so erscheinen läßt, als seien ihre Visionen uns für persönliche Einflußnahme zugänglich, und so, als ob sie unsere eigenen wären.
"Unser formbares Medium ist ein Magnet, der unter dem Druck des Willens Astrallicht anzieht oder abstößt.
Zu allererst ist da Levis Annahme der Kontinuität und allgemeinen Anwesenheit des Astrallichtes durch das Universum hindurch - so, als wenn das Bewußtsein eine einzige kontinuierliche Interaktion wäre, ganz ähnlich den unendlich miteinander verbundenen Gravitationsfeldern, deren Gesamtheit die Milchstraße ausmacht.
Doch müssen wir uns dann daran erinnern, daß Levi diese Worte 1868 schrieb und sich seitdem die Zeiten grundlegend geändert haben.
Die Kunst von Tula von Irminsul steht ganz und gar in der Linie des Eklektizismus, der der neoschamanischen Sichtweise eigentümlich und übrigens auch in ganz anderen Kunstrichtungen unseres transkulturellen Zeitalters häufig zu finden ist.
Als Tula von Irminsul bei mir zu Hause ankam, tauschten wir Geschenke aus, und eines von mir für sie war ein Druck von Ernst Haeckels Kunstformen der Natur.
Auf dem Begräbnisplatz von Milford findet sich nichts so Unübliches.
Die ältesten Steine tragen nur Text.
Die geflügelten Schädel und die Engelsgesichter müssen als verschiedene Symbole betrachtet werden, und es ist nicht so, wie man annehmen könnte, daß zweitere eine Verfeinerung der ersteren darstellten.
Der Tod ist mit der Kraft verbunden, insofern wir Knoten und Verschlingungen von Kraft sind, und es sind die Knoten, die aufgelöst werden, wenn der Tod eintritt.
© Hadit 2002
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